Employer Branding für Familienunternehmen – Ergebnisse einer Umfrage.

Familienunternehmen kommunizieren
Arbeitgeberattraktivität kaum.

Kienbaum Communications hat im Rahmen einer aktuellen Kurzumfrage 30 Familienunternehmen (150 bis 4.500 Mitarbeiter) verschiedener Branchen und Regionen zum Thema Employer Branding befragt. Familienunternehmen bieten Arbeitsplätze für über 62% der deutschen Bevölkerung und machen über 70% der deutschen Weltmarktführer aus. Bewerber und Mitarbeiter schätzen sie besonders für persönliches und familiäres Arbeitsklima, Werteorientierung und Nachhaltigkeit. Aber: Erkennen die zumeist mittelständischen Firmen die Bedeutung ihrer Arbeitgebermarke für die Rekrutierung und Bindung von Führungs- und Fachkräften? Auf Produktebene sind die Betriebe sehr innovativ, sind sie es auch in Personalangelegenheiten und in der Kommunikation? Diesen Fragen wollten wir nachgehen. Hier sind die wichtigsten Ergebnisse:

  • Familienunternehmen nutzen ihren Internetauftritt in erster Linie um Kunden und weniger um Bewerber zu erreichen. So sind Karriere-Websites zur Ansprache zukünftiger Mitarbeiter sind oft nicht vorhanden oder nur sehr sparsam mit Arbeitgeber-Informationen bestückt.
  • Es herrschen sehr große Unterschiede bei Unternehmen mit bekannter Produktmarke und B2B-Unternehmen. Unternehmen mit bekannter Produktmarke halten die Identifikation mit dem Produkt, für Motivation genug, um potenzielle Kandidaten für sich zu gewinnen. B2B-Unternehmen rekrutieren aus dem Unternehmensumfeld – also Mitarbeiter-, Kunden- oder Lieferantenkinder – oder Insider aus der Branche.
  • Rund 50% der Befragten Familienunternehmen sträuben sich dagegen Informationen über das Unternehmen preis zu geben. Der Wunsch nach Authentizität und Glaubwürdigkeit sowie eine anhaltende Skepsis gegenüber dem Internet führen dazu, dass Familienunternehmen oft Chancen verkennen. Einige der Befragten sagen aus, dass sie gute und sichere Arbeitsplätze bieten, aber keinen Grund dafür sehen, dies nach außen laut zu verkünden.
  • Familienunternehmen schlagen bei Produktentwicklungen innovative Wege ein, bei Personalfragen vertrauen sie aber auf altbewährte Mittel. Viele der befragten Unternehmen investieren stark in Produktinnovationen. Was Personalfragen anbelangt, scheinen sie auf ihrer Tradition und ihrem guten Ruf zu bauen. Familienunternehmen sind für ihr soziales Engagement und ihre tiefe regionale Verwurzelung bekannt. Die heimische Bevölkerung honoriert das und die Unternehmen erfreuen sich eines guten Image sowie einer ausreichenden Anzahl an eingehenden Bewerbungen. In Zeiten des demografischen Wandels wird diese Strategie langfristig jedoch an ihre Grenzen stoßen.

Sie möchten mehr über unsere Umfrage oder dem Thema "Employer Branding in Familienunternehmen" erfahren? Oder suchen Sie vielleicht Unterstützung bei der Entwicklung und Umsetzung einer eigenen Arbeitgebermarke? Dann steht Ihnen Frau Yara Schiller gerne für ein erstes Gespräch bereit:

yara.schiller@kienbaum.de
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